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Psychotherapie bei Angst, Panik und seelischen Belastungen

Eine Psychotherapie beginnt nicht erst dort, wo im Alltag gar nichts mehr geht. Viele Menschen suchen Unterstützung, weil sie merken, dass sich bestimmte Gedanken, Gefühle oder Verhaltensmuster wiederholen – obwohl sie längst verstanden haben, dass diese ihnen nicht guttun.

Vielleicht vermeiden Sie Situationen aus Angst, erleben Panikattacken, fühlen sich dauerhaft erschöpft oder bemerken körperliche Beschwerden, für die medizinisch keine ausreichende Erklärung gefunden wurde. Vielleicht stehen Sie beruflich oder privat unter einem Druck, über den Sie mit Menschen aus Ihrem Umfeld nicht offen sprechen möchten.

Im ersten Gespräch klären wir, was Sie aktuell belastet, welche Veränderungen Sie erreichen möchten und ob mein therapeutisches Angebot dazu passt. Daraus entsteht kein starres Standardprogramm, sondern ein nachvollziehbares Vorgehen mit konkreten Zielen und regelmäßiger gemeinsamer Überprüfung.

Sie müssen Ihr Anliegen vor der Kontaktaufnahme noch nicht vollständig einordnen können. Das klären wir gemeinsam im Erstgespräch.

Angst- und Panikstörungen

Angst schützt uns. Problematisch wird sie, wenn sie nicht mehr nur vor einer tatsächlichen Gefahr warnt, sondern den Alltag zunehmend bestimmt. Dann werden Veranstaltungen gemieden, Fahrten abgesagt, Räume nur noch unter Anspannung betreten oder körperliche Reaktionen ständig beobachtet.

Bei einer Panikattacke können Herzrasen, Schwindel, Atemnot, Zittern oder das Gefühl auftreten, die Kontrolle zu verlieren. Diese Reaktionen fühlen sich bedrohlich an – auch dann, wenn sie medizinisch abgeklärt wurden. Häufig entsteht zusätzlich die Angst vor der nächsten Attacke. Daraus kann sich ein Kreislauf aus Anspannung, ständiger Selbstbeobachtung und zunehmender Vermeidung entwickeln.

In der Therapie untersuchen wir diesen Kreislauf und erarbeiten einen anderen Umgang mit den auslösenden Situationen und körperlichen Empfindungen. Expositionsübungen können dabei helfen, neue Erfahrungen zu machen. Sie werden sorgfältig vorbereitet, nachvollziehbar dosiert und anschließend gemeinsam ausgewertet.

Wenn es zum jeweiligen Angstthema passt, kann die Behandlung durch VR-gestützte Exposition ergänzt werden. So lassen sich beispielsweise Höhe, Enge oder Flugsituationen in einer kontrollierten Umgebung schrittweise bearbeiten.

Neue, starke oder unklare körperliche Beschwerden sollten zunächst ärztlich abgeklärt werden.

Depressive Episoden

Nicht jedes Stimmungstief ist eine Depression. Traurigkeit, Erschöpfung oder Rückzug können verständliche Reaktionen auf belastende Lebensereignisse sein. Halten solche Veränderungen jedoch mindestens zwei Wochen an, gehen Freude und Interesse deutlich zurück oder wird der Alltag zunehmend schwerer zu bewältigen, sollte dies fachlich abgeklärt werden.

Typische Anzeichen können sein:

• anhaltend gedrückte Stimmung
• deutlicher Verlust von Interesse oder Freude
• Antriebslosigkeit und schnelle Erschöpfung
• Veränderungen des Schlafs oder Appetits
• Konzentrations- und Entscheidungsschwierigkeiten
• zunehmender Rückzug von Familie und Freunden
• Schuldgefühle, ein vermindertes Selbstwertgefühl oder Hoffnungslosigkeit

Auch körperliche Erkrankungen, bestimmte Medikamente und andere psychische Belastungen können ähnliche Beschwerden hervorrufen oder verstärken. Deshalb ist eine sorgfältige ärztliche oder psychotherapeutische Abklärung wichtig. Eine Diagnose kann weder über eine Internetseite noch allein anhand einzelner Symptome gestellt werden.

Abhängig von der Ausprägung und der persönlichen Situation können eine Psychotherapie, eine medikamentöse Behandlung oder eine Kombination verschiedener Maßnahmen sinnvoll sein. In meiner Praxis klären wir gemeinsam, ob mein ambulantes Behandlungsangebot für Ihr Anliegen geeignet ist oder ob eine zusätzliche ärztliche, psychiatrische oder psychotherapeutische Betreuung erforderlich ist.

Wichtiger Hinweis bei akuten Krisen: Gedanken, nicht mehr leben zu wollen, müssen immer ernst genommen werden. Bei akuter Selbst- oder Fremdgefährdung wenden Sie sich bitte sofort an den Notruf 112 oder an die nächstgelegene psychiatrische Notaufnahme. Bei dringenden, aber nicht lebensbedrohlichen medizinischen Problemen erreichen Sie den ärztlichen Bereitschaftsdienst unter 116117.

 

Psychosomatische Beschwerden

Körper und Psyche beeinflussen sich gegenseitig

Körperliche Beschwerden sind real – auch dann, wenn medizinische Untersuchungen keine ausreichende organische Erklärung ergeben. Anhaltender Stress, Ängste, innere Konflikte oder belastende Lebensereignisse können körperliche Symptome auslösen, verstärken oder zu ihrer Aufrechterhaltung beitragen. Umgekehrt können länger bestehende körperliche Beschwerden auch die psychische Gesundheit belasten.

Mögliche Beschwerden können zum Beispiel sein:

• Kopf-, Nacken- oder Rückenschmerzen
• Magen-Darm-Beschwerden
• Herzklopfen oder ein Engegefühl
• Schwindel oder Erschöpfung
• Schlafstörungen
• Muskelverspannungen

Solche Symptome sollten zunächst ärztlich abgeklärt werden. Ein fehlender organischer Befund bedeutet weder, dass die Beschwerden eingebildet sind, noch dass automatisch eine psychische Ursache vorliegt.

In der psychotherapeutischen Begleitung betrachten wir gemeinsam, in welchen Situationen die Beschwerden auftreten oder stärker werden. Dabei können unter anderem Belastungen, Gedanken, Gefühle, Verhaltensweisen und körperliche Reaktionen berücksichtigt werden. Ziel ist es, mögliche Zusammenhänge besser zu verstehen und einen hilfreichen Umgang mit den Beschwerden zu entwickeln.

In meiner Praxis für Psychotherapie in Oldenburg erhalten Sie einen geschützten Rahmen, um körperliche und seelische Belastungen gemeinsam zu betrachten. Im Erstgespräch klären wir, ob mein ambulantes Angebot für Ihr Anliegen geeignet ist und welche nächsten Schritte sinnvoll sein können.

Wie eine Behandlung in meiner Praxis abläuft

Am Anfang steht ein persönliches Erstgespräch. Dabei können Sie mir in Ruhe schildern, was Sie derzeit belastet, welche Veränderungen Sie sich wünschen und welche Erwartungen Sie an eine psychotherapeutische Begleitung haben.

Gemeinsam betrachten wir Ihre aktuelle Situation und klären, ob mein ambulantes Behandlungsangebot für Ihr Anliegen geeignet ist. Ebenso wichtig ist, dass Sie sich im Gespräch gut aufgehoben fühlen und eine vertrauensvolle Zusammenarbeit entstehen kann. Zudem klären wir alles was administrativ im Vorfeld geklärt werden kann. Aus diesem Grund ist das Gespräch, das ca. 30 Minuten dauert kostenlos.

Die weitere Begleitung orientiert sich an Ihrem persönlichen Anliegen, Ihren Zielen und Ihrem individuellen Tempo. Dabei geht es nicht darum, Ihnen vorgefertigte Lösungen überzustülpen. Vielmehr entwickeln wir gemeinsam ein besseres Verständnis für belastende Gedanken, Gefühle und Verhaltensmuster und erarbeiten Schritte, die sich in Ihren Alltag übertragen lassen. In einigen Fällen kann es sich anbieten, die Einzelarbeit in der Gruppenarbeit fortzusetzen. 

Sollte eine zusätzliche ärztliche, psychiatrische oder andere fachliche Behandlung erforderlich sein, spreche ich dies offen mit Ihnen an. Mein Angebot ersetzt keine notwendige medizinische oder psychiatrische Versorgung.

Möchten Sie klären, ob eine Behandlung in meiner Praxis für Sie infrage kommt? Dann nehmen Sie gerne Kontakt mit mir auf. In einem ersten Gespräch können wir Ihr Anliegen und die möglichen nächsten Schritte in Ruhe besprechen.

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